EL203: Simulation technischer Systeme mit verteilten Parametern

Modulbezeichnung Simulation technischer Systeme mit verteilten Parametern
Modulkürzel EL203
Modulniveau Master
Verwendung des Moduls Pflichtmodul der Gruppe B
Leistungspunkte 5 ECTS
Präsenzzeit 4 SWS
Studienbelastung 150 h = 60 h Präsenz + 90 h Selbststudium
Studiensemester 1. oder 2. Semester
Häufigkeit i.d.R. jährlich, im Sommer
Dauer ein Semester
Geplante Gruppengröße max. 20
Sprache deutsch
Modulverantwortung Prof. Dr. Georg Kerber
Lehrende Prof. Dr. Georg Kerber
Lehrformen Seminaristischer Unterricht mit Praktikum
Medien Simulationstools, Tafel, Beamer, Flipchart, E-Learning
Prüfungsform mündliche Prüfung 20 - 30 min oder Modularbeit (Projektarbeit)

Angestrebte Lernergebnisse

Fachkompetenz

Simulationen sind aus der Analyse und Entwicklung von immer komplizierteren Systemen nicht mehr wegzudenken. In diesem Modul lernen Studierende verschiedene Modellierungs- und Simulationstechniken auf Basis konzentrierter verteilter Parameter kennen. Sie können deren Einsatz im Lebenszyklus eines Systems einordnen. Sie verstehen ihren jeweiligen Nutzen, kennen aber auch die Grenzen und auftretende Fehler. Sie sind in der Lage zunächst ihre Anforderungen als Modelle zu beschreiben und achten auf die Grenzen der Aussagekraft jedweder Modellierung. Modelle sind immer eine vereinfachte Abbildung der Wirklichkeit. Entsprechend hinterfragen die Studierenden jedwede Modelle kritisch, beherrschen theoretische Grundlagen zur Lösung der Modelle und interpretieren Simulationsergebnisse sorgfältig.

Die Vorlesung beschränkt sich auf Betrachtungen im Zeitbereich, die allgemein, d.h. auch im praktisch häufigen Fall nicht linearer Probleme anwendbar sind. Die Studierenden sind in der Lage, Modelle selbstständig zu erstellen. Sie können nachvollziehen welche Schritte in Software-Werkzeugen (oft automatisiert im Hintergrund) ablaufen, um ausgehend von Bauteil- und Topologiegleichungen, die ein differenzial-algebraisches Gleichungssystem (DAE-System) bilden, zu einer numerischen Lösung zu kommen. Dadurch ist es Ihnen möglich, Benutzereinstellungen zu verstehen und zielgerecht auszuwählen.
Bei Modellen mit verteilten Parametern liegen im Vergleich wenige, partielle Differentialgleichungen zugrunde. Hier lernen die Studierenden insbesondere Finite-Differenzen-Verfahren sowie die Finite-Elemente-Methode kennen. Sie wissen auch hier, welche Schritte von der Gebiets- und Modelldefinition bis zum numerischen Ergebnis ablaufen und welchen Einfluss Benutzereinstellungen haben.

Lehrinhalte

Empfohlene Voraussetzungen für die Teilnahme

Mathematische Kenntnisse z.B. zu Differentialgleichungen und Numerik, die einem ingenieurwissenschaftlichen Studium nach dem Bachelor entsprechen

Literatur