EL415: Bildgebende Untersuchungsverfahren

Modulbezeichnung Bildgebende Untersuchungsverfahren
Modulkürzel EL415
Modulniveau Master
Verwendung des Moduls Wahlmodul für Vertiefung AT, EM, KT, AS
Leistungspunkte 5 ECTS
Präsenzzeit 3 SWS
Studienbelastung 150 h = 45 h Präsenz + 105 h Selbststudium
Studiensemester 1. oder 2. Semester
Häufigkeit i.d.R. jährlich, im Sommer
Dauer ein Semester
Geplante Gruppengröße max. 36
Sprache deutsch
Modulverantwortung Prof. Michael Hiebel
Lehrende Prof. Michael Hiebel
Lehrformen Seminaristischer Unterricht mit Übung/Praktikum
Medien Tafel, Flipchart, Beamer, E-Learning
Prüfungsform schriftliche Prüfung 90 min oder mündliche Prüfung 15 min

Angestrebte Lernergebnisse

Fachkompetenz

Nach dem Besuch dieses Moduls sind die Studierenden in der Lage, die Wirkungsprinzipien der wichtigsten bildgebenden Untersuchungsverfahren zu beschreiben, zu vergleichen und ihre wichtigsten Kennwerte (z.B. Auflösung) zu analysieren. Sie können die für ein Verfahren erforderliche Signalaufbereitung ableiten.

Die Studierenden sind in der Lage, die Eignung eines bildgebendes Untersuchungsverfahren für eine konkrete Aufgabe zu beurteilen.

Sie können die Verfahren als Werkzeug zur Fehlersuche in Service und Entwicklung nutzen und besitzen ein Grundverständnis zur Konzeption und Optimierung eigener Systeme.

Methodenkompetenz

Die Studierenden können komplexe Systeme analysieren und auf ihren mathematischen Kern reduzieren und damit bereits gewonnene Erkenntnisse auf ein neues System mit anderem physikalischen Wirkprinzip übertragen.

Die Studierenden können Berechnungen und Argumentationsketten in schriftlichen Ausarbeitungen (z.B. den angefertigten Laborberichten) formgerecht darstellen.

Selbstkompetenz

Die Studierenden werden befähigt sich selbstständig in neue physikalische Sachverhalte einzuarbeiten und sich eigenständig zu organisieren (unter anderem durch das Praktikum).

Sozialkompetenz

Die Lehrveranstaltung befähigt die Studierenden dazu, die Fachinhalte adäquat zu verbalisieren und entsprechende Fachdiskussionen zu führen.

Lehrinhalte

Die Vorlesung behandelt sowohl die Anwendung als auch die Entwicklung bildgebender Untersuchungsverfahren. Die Verfahren werden entsprechend ihrem Wirkprinzip geordnet dargestellt:

Optisch: Begriffsabgrenzung, Verfahren (Mikroskop, Endoskop, IR-Kamera, Lichtlaufzeitverfahren)

Ultraschall: Prinzip, Aktoren/Sensoren, Schaltungsauslegung, Verfahren (Abstandsmessung, A-Scan, B-Scan, M-Mode, CW-Doppler, Pulsdoppler), typische Einschränkungen und Störungen.

Radar: Radararten und ihre Blockschaltbilder, Empfängerrauschen und Systemverluste, Antennenauswahl, Rückstreufläche, Entdeckungswahrscheinlichkeit, Radarverfahren (Pulsradar, Puls-Doppler-Radar, CW-Radar, FM-CW-Radar, …), typische Störungen, Analyse moderner Radaranwendungen (Personen Scanner) sowie der Sonderformen: Radiometer, Kernspin-Tomographie

Röntgenanalyse und verwandte Verfahren: Röntgenquellen, Dosisleistung, Grenzwerte, Absorption, Detektoren, Röntgenverfahren (Durchleuchtung, CT-Prinzipien, Röntgenspektraluntersuchung / Rasterelektronenmikroskop, Szintigraphie)

Tunnelprinzipien: Modellierung des Tunneleffekts, Prinzipien (Rastertunnelmikroskop, Rasterkraftmikroskop, frequenzmodulierte Verfahren), Auflösung und Messgenauigkeit

Empfohlene Voraussetzungen für die Teilnahme

Physikgrundkenntnisse, Mathematikgrundlagen, Grundkenntnisse aus Signale und Systeme, Grundlagen der analogen Schaltungstechnik

Literatur