| Modulbezeichnung |
Computer Vision |
| Modulkürzel |
EL470 |
| Modulniveau |
Master |
| Verwendung des Moduls |
Wahlmodul für Vertiefung KT, AS, EM, AT |
| Leistungspunkte |
5 ECTS |
| Präsenzzeit |
3 SWS |
| Studienbelastung |
150 h = 45 h Präsenz + 105 h Selbststudium |
| Studiensemester |
1. oder 2. Semester |
| Häufigkeit |
i.d.R. jährlich, im Winter |
| Dauer |
ein Semester |
| Geplante Gruppengröße |
max. 36 |
| Sprache |
Englisch |
| Modulverantwortung |
Prof. Dr. Fabian Flohr |
| Lehrende |
Prof. Dr. Fabian Flohr, Prof. Dr. Alfred Schöttl |
| Lehrformen |
Seminaristischer Unterricht und Praktikum |
| Medien |
Tafel, Flipchart, Beamer, E-Learning |
| Prüfungsform |
schriftliche Prüfung 90 min mit FrwL "Fachgespräch auf Basis eigener Unterlagen" (20 % Bonus, regelmäßige Präsentationen und Berichte, Präsentation auf Projektvernissage) |
Nach erfolgreichem Abschluss des Moduls sind die Studierenden in der Lage,
- die Abbildung einer Szene in ein Bild mit projektiver Geometrie (2D, 3D) und dem Lochkameramodell einschließlich Linsenverzeichnung mathematisch zu beschreiben, Homographien zu schätzen und Kameras zu kalibrieren;
- aussagefähige Bildmerkmale (Kanten, Ecken, Blobs, lokale Deskriptoren) zu extrahieren, robust zuzuordnen und zu registrieren (z. B. mit RANSAC) und für eine gegebene Aufgabe ein geeignetes Verfahren auszuwählen;
- Bilder mit klassischen und lernbasierten Verfahren in homogene oder semantisch zusammengehörige Bereiche zu segmentieren und die Ergebnisse quantitativ zu bewerten;
- aus mehreren Kamerabildern mit Epipolargeometrie, Stereo, Structure from Motion und visueller Odometrie 3D-Strukturen und Kamerabewegungen zu rekonstruieren und deren Genauigkeit zu beurteilen;
- Klassifikations- und Detektionsverfahren – von Klassifikatoren auf Bildmerkmalen bis zu Convolutional Neural Networks und vortrainierten Foundation Models – anzuwenden, mit geeigneten Metriken und leckagefreien Datensplits zu evaluieren und Fehlerfälle zu analysieren;
- die Funktionsweise generativer und multimodaler Modelle (Diffusionsmodelle, Vision-Language- und Vision-Language-Action-Modelle) zu erklären und ihre Möglichkeiten und Grenzen einzuschätzen;
- kamerabasierte Systeme für Anwendungen wie intelligente Fahrzeuge, Robotik, Videoüberwachung, Mensch-Maschine-Schnittstellen und Qualitätskontrolle zu analysieren, zu entwerfen, mit aktuellen Werkzeugen (z. B. Python, OpenCV, PyTorch) umzusetzen und in Betrieb zu nehmen.
Die Studierenden sind in der Lage,
- sich neue Methoden eigenständig aus der wissenschaftlichen Literatur anzueignen und auf neue, unvertraute und fachübergreifende Problemstellungen zu übertragen;
- für eine Problemstellung begründet zwischen geometrischen, klassischen und lernbasierten Verfahren zu wählen;
- die nötigen Arbeitsschritte zu identifizieren und Experimente zielgerichtet zu planen und durchzuführen (Baseline, Ablation, leckagefreie Datensplits, Robustheitstests);
- Ergebnisse einschließlich Rechenaufwand kritisch zu bewerten und ihren Arbeitsprozess – auch beim Einsatz von KI-Assistenten – methodisch zu reflektieren.
Empfohlen: Grundlagen der digitalen Bildverarbeitung (z. B. Filterung, Faltung), lineare Algebra, Analysis und Wahrscheinlichkeitsrechnung auf Bachelorniveau sowie Programmierkenntnisse in Python (insbesondere NumPy). Grundkenntnisse im maschinellen Lernen sind hilfreich.